Trockene Augen und Kontaktlinsen

 

 

Trockenes Auge bei Kontaktlinsenträgern:

 
Das trockene Auge ist das häufigste Symptom in der augenärztlichen Praxis. Bei mehr als 50% der Kontaktlinsenträger treten Symptome des trockenes Auges. Dabei konnte bei symptomatischen Kontaktlinsenträgern eine Hyperosmolarität des Tränenfilms nachgewiesen werden. Neben den Faktoren wie dem Sauerstoffmangel infolge von Kontaktlinsenmaterialien spielt die mechanische Wirkung der Kontaktlinsen an den Kontaktflächen des Auges eine sehr wichtige Rolle. Dadurch entsteht eine chronische Irritation der Lidkanten bzw. Schädigung oder Verkürzung der Meibom-Drüsen. Bei symptomatische Kontaktlinsenträgern, die täglich mehr als 6 Stunden die Kontaktliensen tragen, kann schließlich einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion entstehen, die eine Verminderung der Lipidphase des Tränenfilms zur Folge hat. 

Bei uns bekommen Sie eine professionelle Kontaktlinsenanpassung und die ärztliche Beratung, besonders für Patienten mit Kontaktlinsenunverträglichkeit, die gerne wieder Kontaktlinsen tragen möchten. Wir werden Ihnen die Kontaktlinsen empfehlen, die speziell für Sie geeignet sind. 

 

 

 

 

 

 

Meibom-Drüsen-Dysfunktion und Lidrandentzündung (Blepharitis):

 

 

Es befinden sich 20 bis 30 Meibom-Drüsen am inneren Augenlidrand und produzieren die Fettschicht des Tränenfilms. Wenn die Funktion der Meibom-Drüse durch Vernarbung bzw. Verstopfung gestört ist und nicht genügend ölige Substanz auf den Tränenfilm gelangt, verdunstet dieser zu schnell. Als Folge entsteht ein Trockenheitsgefühl auf der Augenoberfläche.

 

Symptome, wie Brennen, Jucken, Lidschwellung oder eine erhöhte Lidspannung können sehr schmerzhaft sein. Häufig kann eine Verstopfung der Talgdrüsen zu einer Lidentzündung (Blepharitis), Entzündung der Meibom-Drüse (Hagelkorn) oder zu Infektionen der Meibom-Drüsen (Gestenkorn) führen.

 

In Ausnahmefällen kann der Verschluss des Tränenpünktchens, durch das normalerweise der Abtransport des auf der Oberfläche des Auges befindlichen Flüssigkeitsfilms bewerkstelligt wird, zum Erfolg führen. In extremen Fällen kann es notwendig sein, dass eine Brille mit Seitenschutz getragen werden muss, die die Austrocknung des Auges verhindert.

 

Wichtige Erkrankungen, die ein trockenes Auge hervorrufen können, sind:

 

  • Diabetes mellitus
  • rheumatologische Erkrankungen
  • Gicht
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Asthma
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis
  • Schwangerschaft
  • Infektionserkrankungen, Allergien

 

Aber auch besondere Verhältnisse am Auge können mit einem trockenen Auge verbunden sein. Dazu gehören:

 

  • Kontaktlinsentragen
  • Augenoperationen
  • Verätzungen oder Verbrennungen
  • Augenmedikamente, Kosmetika

 

Weitere Ursachen für ein trockenes Auge sind Arbeitsplatzbedingungen (Autofahren, Bildschirmtätigkeit), Freizeitaktivitäten (Rauchen, Sauna) oder bestimmte allgemeine Medikamente (Blutdruckmittel, Kortison u.a.). 

 

Nachdem wir Sie genau befragt haben, müssen die Augen genau untersucht werden, um festzustellen, um welche Form des Trockenen Auges es sich handelt.

 

In jedem Fall sollte bei einer bestehenden Grunderkrankung die Behandlung dieser erfolgen.

 
Umweltreize (z.B. Nikotinreduktion) sollten vermieden werden, 
Arbeitsplatzbedingungen in gleicher Weise verändert oder optimiert (z.B. Raumluftbefeuchter) werden. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte geachtet werden. Falls eine Fehlsichtigkeit besteht, sollte diese ausgeglichen werden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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